Wie läuft eine Kapitalerhöhung ab?

Wenn eine Aktiengesellschaft frisches Kapital benötigt, um beispielsweise eine Expansion zu finanzieren oder Schulden abzubauen, führt sie oft Kapitalerhöhungen durch. Wie läuft eine Kapitalerhöhung ab? Das erfährst Du in diesem Blog-Beitrag.

Eine Kapitalerhöhung ist eine Finanzierungsmöglichkeit bei der sich eine Aktiengesellschaft aus Eigenkapital finanziert. Bei einer Kapitalerhöhung wird zu diesem Zweck das Grundkapital erhöht.

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Es gibt zwei Arten einer Kapitalerhöhung. Es gibt die effektive Kapitalerhöhung und die nominelle Kapitalerhöhung. Bei der effektiven Kapitalerhöhung werden sogenannte junge Aktien zu einem festgelegten Bezugskurs ausgegeben. Bei der nominellen Kapitalerhöhung werden Gewinnrücklagen oder die Kapitalrücklage in Grundkapital umgewandelt. In diesem Fall fließt der Aktiengesellschaft also kein frisches Kapital zu. Aktionäre erhalten in diesem Fall sogenannte Freiaktien, die Anteile am neu geschaffenen Grundkapital darstellen.

Bei effektiven Kapitalerhöhungen gibt es wiederum drei Arten. Es gibt die ordentliche Kapitalerhöhung, die bedingte Kapitalerhöhung und genehmigtes Kapital.

Bei der ordentlichen Kapitalerhöhung werden sogenannte junge Aktien ausgegeben, die gekauft werden können. Der Erlös aus dem Verkauf dieser Aktien fließt zu einem gewissen Teil in die Erhöhung des Grundkapitals ein. Sollte ein Agio vorliegen, muss der Erlös aus jenem Aufschlag in die Kapitalrücklage überführt werden. Der Verkauf einer jungen Aktie unter Nennwert ist nicht erlaubt, über Nennwert (Agio) schon.

Wenn nicht anders in der Satzung der Aktiengesellschaft festgelegt muss einer ordentlichen Kapitalerhöhung mit dreiviertel Mehrheit auf der Hauptversammlung zugestimmt werden. In der Regel erhalten die sogenannten Altaktionäre außerdem Bezugsrechte. Ein Bezugsrecht gibt dem Eigentümer das Recht auf den Kauf einer jungen Aktie. Allerdings kann dieses Bezugsrecht durch dreiviertel Mehrheit auf der Hauptversammlung ausgestzt werden.

Bei der bedingten Kapitalerhöhung werden junge Aktien ausgegeben, die beispielsweise Eigentümern von Wandelanleihen bei der Ausübung ihres Rechts auf Aktien zustehen. Eigentümer alter Aktien erhalten in diesem Fall keine Bezugsrechte.

Eine Kapitalerhöhung durch genehmigtes Kapital läuft ähnlich wie eine ordentliche Kapitalerhöhung ab, erfordert allerdings nur die Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Vorstand muss zur Durchführung einer solchen Kapitalerhöhung allerdings entweder durch die Satzung der Aktiengesellschaft oder durch einen Beschluss der Hauptversammlung berechtigt sein.

Hast Du schon einmal eine Kapitalerhöhung miterlebt? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Wie läuft eine Kapitalerhöhung ab? Hast Du noch offen gebliebene Fragen zu diesem Thema? Wenn ja, dann schreibe mir doch einfach eine E-Mail. Meine E-Mail Adresse findest Du unter Kontakt.

Viel Erfolg wünscht Dir Lars Vogel! Der Börsencoach für Jugendliche!

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