ETFs – Die Investment-Methoden der Fondsgesellschaften

Wir hatten ja bereits im letzten Blog-Beitrag „Was ist ein Fonds?“ darüber gesprochen, dass es passiv gemanagte Fonds und aktiv gemanagte gibt. In diesem Blog-Beitrag geht es darum, wie die Gesellschaften, die die passiv gemanagten Exchange Traded Fonds (ETFs) anbieten versuchen, die entsprechende Rendite zu erzielen.

Wie bereits im letzten Beitrag angesprochen versucht ein ETF die Rendite von einem zu Grunde liegenden Index (Referenzindex) möglichst genau abzubilden. Dazu gibt es drei Methoden. Die Full-Replication-Methode, die Sampling-Methode und die Swap-Methode.

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Bei der Full-Replication-Methode werden alle im Referenzindex befindlichen Wertpapiere von der Fondsgesellschaft gekauft. Je nachdem, wie stark ein Wertpapier im Referenzindex gewichtet ist, entscheidet sich, wie viele Stück dieses Wertpapieres gekauft werden.

Ist der Referenzindex z.B. der DAX, werden alle 30 Aktien des DAX von der Fondsgesellschaft gekauft. Wie viele Aktien des jeweiligen Unternehmens gekauft werden, entscheidet sich danach, wie hoch der Anteil der Aktie des Unternehmens am gesamten Index ist.

Bei der Sampling-Methode werden dann nur noch gewisse Wertpapiere aus dem Referenzindex gekauft. Die Gesellschaft wählt also aus, welche Wertpapiere aus dem Referenzindex gekauft werden und welche nicht. Außerdem entscheidet sie selbst, wie viele Wertpapiere von einer Sorte gekauft werden. Meist wählt die Gesellschaft die bedeutendsten Wertpapiere aus einem Index aus, um möglichst genau die Rendite des Index abbilden zu können.

Für einen ETF auf den DAX würde das jetzt bedeuten, dass er nicht in alle 30 Aktien je nach ihrem Anteil am Index investiert, sondern nur in ein paar ausgewählte. Diese Methode wird meist bei Indizes angewandt, die sehr viele illiquide Wertpapiere haben. Es würde dann sehr viel kosten, diese zu kaufen. Außerdem ist Illiquidität ein zusätzliches Risiko.

Bei der Swap-Methode investiert die Fondsgesellschaft des ETFs nicht unbedingt in die Wertpapiere des Referenzindex. Meist investiert sie in ganz andere Wertpapiere. Dann schließt sie einen Swap-Vertrag ab, in dem sie sich verpflichtet, dem Swap-Kontrahenten die Rendite der entsprechenden Wertpapiere zu zahlen. Dieser verpflichtet sich wiederum dazu, der Fondsgesellschaft die Rendite des Referenzindex zu zahlen.

Für unser „DAX-Beispiel“ bedeutet das, dass der Fonds z.B. in Apple-Aktien, Microsoft-Aktien und Amazon-Aktien investiert. Obwohl er letztendlich die Rendite des DAX an seine Anleger weiter gibt. Dies schafft er mit einem Swap-Vertrag mit z.B. der Deutschen Bank.

Welche Investment-Methode findest Du am besten und warum? Schreibe Deine Antwort dazu jetzt unten in die Kommentare!

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Viel Erfolg! Dein Börsencoach Lars!

 

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