Kosten eines Fonds

Denkst Du, dass Du die gesamte Rendite eines Fonds ausgezahlt bekommst? Wenn ja, muss ich Dich leider enttäuschen. Denn auch ein Fond kostest etwas. Was bei einem Fond an Kosten anfallen, erfährst Du in diesem Blog-Beitrag. Denn in diesem Beitrag geht es um die Kosten eines Fonds.

Ein Fond hat immer eine Brutto- und eine Netto-Rendite. Die Brutto-Rendite ist die Rendite, die ein Fond am Markt mit seinen Anlagen erzielt. Die Netto-Rendite ist die Brutto-Rendite minus die Kosten des Fonds.

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Du kannst die Kosten eines Fonds in zwei große Teile gliedern. Es gibt einmal die laufenden Kosten und einmal die einmaligen Kosten. Zu den laufenden Kosten zählen z.B. die Verwaltungsgebühr, Personalkosten, Betriebskosten, Wertpapierhandelskosten, Depotgebühren und die performanceabhängige Management-Vergütung. Zu den einmaligen Kosten zählen beim aktiv gemanagten Fond der Ausgabeaufschlag und der Rücknahmeabschlag. Beim passiv gemanagten Fond zählt die Geld-Brief-Spanne dazu.

Den Ausgabeaufschlag musst Du beim Kauf eines Fonds zahlen, den Rücknahmeabschlag beim Verkauf eines Fonds. Allerdings fordert kaum ein Fond den Rücknahmeabschlag von Dir. Die Geld-Brief-Spanne wird normalerweise zur einen Hälfte beim Kauf und zur anderen Hälfte beim Verkauf gefordert.

Sowohl die Personalkosten, als auch die performanceabhängige Management-Vergütung fallen bei einem Index-Fond weg. Denn dieser wird nicht von Menschen gemanagt, sondern automatisiert von einer Maschine.

Auch bei den anderen laufenden Kosten, schneidet ein Index-Fond besser ab als ein aktiv gemanagter Fond. Einzig und allein die Depotgebühren sind bei beiden Arten normalerweise gleich. Das Bild verstärkt sich noch, wenn Du auf die einmaligen Kosten guckst. Die einmaligen Kosten von aktiv gemanagten Fonds liegen meist deutlich über denen von Index-Fonds.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp, wenn Du die Kosten von Fonds vergleichen willst: Unterschätze niemals die laufenden Kosten! Die einmaligen Kosten sehen zwar auf den ersten Blick deutlich größer aus. Aber über die Zeit summieren sich die laufenden Kosten zu einer ziemlich großen Summe, die die einmaligen Kosten bei Weitem übersteigt. Je länger Du planst, einen Fond zu behalten, desto wichtiger werden die laufenden Kosten.

Hast Du bisher schon auf die Kosten eines Fonds geachtet? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Kosten eines Fonds: Hast Du noch offen gebliebene Fragen zu diesem Thema? Wenn ja, schreibe mir doch einfach eine E-Mail. Meine E-Mail-Adresse findest Du unter Kontakt.

Viel Erfolg! Dein Börsencoach Lars!

 

2 Kommentare

  1. Ergänzend sollte erwähnt werden das auf der ex-ante Kosteninformation die Kosten immer nach BVI berechnet und aufgelistet werden, damit dieser vergleichbar ist.
    Auf der jeweiligen Fondsgesellschaften weichen die Kosten sowie die Performance häufig leicht ab, da diese andere Maßstäbe zur Berechnung ansetzen.

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