Was ist ein Dark Pool?

Hast Du Dich schon einmal gewundert, wie es große institutionelle Investoren schaffen, große Anteile an Unternehmen zu kaufen oder zu verkaufen, ohne den Marktpreis bzw. Kurs der Aktie des Unternehmens nach oben oder unten zu bewegen? Sie schaffen es, indem sie Aktien über sogenannte Dark Pools kaufen und verkaufen, sprich, nicht an einer Börse. Was ist ein Dark Pool? Das erfährst Du in diesem Blog-Beitrag.

Dark Pools sind außerbörsliche Handelsplätze, die die an sie geschickten Orders nicht veröffentlichen sowie an ihr ausgeführte Orders erst nach einer gewissen Zeit veröffentlichen müssen.

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Wenn Du Deine Order an eine Börse schickst (oder besser gesagt Dein Broker für Dich), würde diese in das Orderbuch der Börse eingetragen werden und jeder Marktteilnehmer könnte sehen, dass Du (besser gesagt Dein Broker) eine gewisse Anzahl an Wertpapieren zu einem gewissen Preis kaufen oder verkaufen möchtest.

Was ist ein Dark Pool?

Wäre Deine Order allerdings an einen Dark Pool geschickt worden, wäre Deine Order nicht veröffentlicht worden. Das Handelssystem des Dark Pools hätte versucht, Deine Oder mit einer oder mehreren anderen Orders zusammenzubringen und somit auszuführen, Deine Order wäre aber nicht veröffentlicht worden. Es hätte also kein anderer Marktteilnehmer über die Existenz Deiner Order in dem Moment gewusst.

Des Weiteren wäre die Information, dass Deine Order ausgeführt wurde, erst nach einer gewissen Zeit veröffentlicht worden und nicht sofort nach Ausführung.

Jetzt fragst Du Dich möglicherweise, für welchen Anleger diese Art des Wertpapier-Kaufs bzw. -Verkaufs sinnvoll ist. Ursprünglich wurden Dark Pools für große institutionelle Investoren entwickelt, die in jeder Transaktion große Mengen an Wertpapieren kaufen oder verkaufen und damit den Marktpreis bzw. Kurs dieses Wertpapieres beim Ausführen der Order an einer Börse beeinflussen.

Damit Orders von institutionellen Investoren zu guten Preisen ausgeführt werden können, wurden Dark Pools entwickelt, an denen institutionelle Investoren untereinander anonym Transaktionen abwickeln können.

Für Privatanleger ist diese ursprüngliche Form des Dark Pools daher eher ungeeignet.

Die Dark Pools teilen sich mittlerweile allerdings in drei Arten auf. Es gibt die von Börsen ins Leben gerufenen Dark Pools, an denen normalerweise große institutionelle Investoren Wertpapiere zu aktuellen Börsenkursen handeln können. Diese entsprechen im weitesten Sinne dem ursprünglichen Konzept eines Dark Pools.

Es gibt mittlerweile aber auch Dark Pools von Brokern, an denen sie, wenn möglich, Kundenorders zusammenführen oder Kundenorders gegen Eigenbestände ausführen. Damit ersparen sie sich, die Orders der Kunden an eine Börse zu schicken und somit Gebühren für die Ausführung zahlen zu müssen. Diese Art des Dark Pools wird auch Crossing Network genannt.

Als eine Art des Dark Pools gilt außerdem noch ein außerbörslicher Handelsplatz, an dem es nur einen Market Maker gibt, der die An- und Verkaufskurse stellt.

Gebühren werden beim Handeln an Dark Pools übrigens nicht fällig. Verdienen tut der Betreiber des Marktplatzes nur über den Spread.

Hältst Du es für richtig, dass Dark Pools existieren dürfen oder sollten diese Deiner Meinung nach aufgrund z.B. von mangelnder Transparenz verboten werden? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Was ist ein Dark Pool? Hast Du noch offen gebliebene Fragen zu diesem Thema? Wenn ja, dann schreibe mir doch einfach eine E-Mail. Meine E-Mail-Adresse findest Du unter Kontakt.

Viel Erfolg wünscht Dir Lars Vogel! Der Börsencoach für Jugendliche!

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