Was ist ein Zertifikat?

In der Finanzkrise 2008 waren sie ein großes Thema. Viele raten einem davon ab, in diese Finanzprodukte zu investieren. Die Rede ist von den Zertifikaten. Doch was ist ein Zertifikat überhaupt? Genau darum geht es in diesem Blog-Beitrag.

 

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Ein Zertifikat ist eine Schuldverschreibung gegenüber einer Bank. Du leihst einer Bank also Geld. Allerdings ist ein Zertifikat im Gegensatz zu einer Anleihe ein Derivat. Sprich, Du gibst der Bank keinen Kredit. Die Bank macht mit Deinem Geld bestimmte, vorher festgelegte, Geschäfte. Diese Geschäfte bilden den Basiswert des Zertifikats.

Zertifikate können in ihrer Laufzeit entweder begrenzt oder unbegrenzt sein. Im Prinzip kann die Bank in die Bedingungen von Zertifikaten alles mögliche reinschreiben. Daher solltest Du, bevor Du ein Zertifikat kaufst, ganz genau in die Bedingungen gucken. Diese sind bisher kaum standardisiert.

Nehmen wir mal an, dass Du ein Zertifikat von der Deutschen Bank kaufst. Mit dem Geld, was Du der Deutschen Bank leihst, investiert sie in die Aktien des DAX. Dein Zertifikat ist also von der Wertentwicklung der DAX-Aktien abhängig. Steigt die Mehrheit dieser Aktien im Wert, steigt auch Dein Zertifikat im Wert und anders herum.

Außerdem läuft Dein Zertifikat bis zum 31.03.2020. Das heißt, der 31.03.2020 ist der Stichtag, an dem Du von der Bank ausbezahlt wirst. Wenn der Wert der DAX-Aktien zum Stichtag höher ist, als zum Einstiegszeitpunkt, verdienst Du Geld. Wenn dieser niedriger ist, verlierst Du Geld.

Es gibt natürlich alle möglichen Arten von Zertifikaten. Du kannst mit Zertifikaten auch auf fallende oder sich seitwärts entwickelnde Kurse setzen. Es ist eigentlich so gut wie alles möglich. Deine Rendite ist auch nicht immer nur unbedingt vom Kurs des Basiswertes selbst abhängig. Es gibt z.B. auch Zertifikate, bei denen Du nur Gewinn machst, wenn sich der Kurs zum Stichtag in einer bestimmten Range befindet.

Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung sind allerdings meist direkt vom Kursverlauf des Basiswertes selbst abhängig, weil sich alles andere hierbei eigentlich nachteilig für die Emittenten auswirken würde. Aber wie gesagt, in die Bedingungen kann so gut wie fast alles reingeschrieben werden.

Das größte Risiko eines Zertifikats ist das Emittenten-Risiko. Das heißt, wenn die Bank, die Dir das Zertifikat ausgegeben hat, pleite geht, ist Dein Zertifikat nichts mehr wert. Selbst, wenn der Basiswert im Wert gestiegen ist, kannst Du somit am Ende trotzdem Verlust machen und all Dein eingesetztes Kapital verlieren. Es gibt mittlerweile allerdings auch schon besicherte Zertifikate.

Hast Du schon mal in Zertifikate investiert oder ist dieser Beitrag das erste Mal gewesen, dass Du von Zertifikaten gehört hast? Schreibe Deine Antwort jetzt in die Kommentare!

Was ist ein Zertifikat? Hast Du noch offen gebliebene Fragen zu diesem Thema? Wenn ja, schreibe mir doch einfach eine E-Mail. Meine E-Mail-Adresse findest Du unter Kontakt.

Viel Erfolg! Dein Börsencoach Lars!

 

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